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Finanzen und Versicherungen:

 Elternzeit

Spätestens sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit muss diese schriftlich beim Arbeitgeber (Dezernat Personal und Recht) beantragt werden. Achtung: Der Kündigungsschutz im Rahmen des Elternzeitgesetzes greift erst acht Wochen vor Beginn der Elternzeit. Der Antrag sollte schriftlich vom Arbeitgeber bestätigt werden.


Mit dem Antrag auf Elternzeit legt jedes Elternteil fest, in welchen Monaten innerhalb der ersten drei Lebensjahre des Kindes Elternzeit genommen werden soll. Jedes Elternteil kann dabei seine Elternzeit in zwei voneinander getrennten Zeitabschnitten mit Pausen dazwischen nehmen. Den Eltern wird empfohlen, die Elternzeit in einem ersten Antrag nur für die ersten zwei Jahre festzulegen, um die noch verbleibende Elternzeit flexibel gestalten - also eventuell übertragen - zu können.


Wer allerdings 12 Monate der Elternzeit auf einen späteren Zeitpunkt übertragen möchte (bis zur Vollendung des achten Lebensjahres des Kindes ist dies möglich) braucht die Zustimmung des Arbeitgebers.


Auch für eine Verlängerung oder eine frühere Rückkehr aus der Elternzeit bedarf es in der Regel der Zustimmung des Arbeitgebers. Die Verlängerung oder verfrühte Rückkehr ist spätestens sieben Wochen vor der geplanten Verlängerung/ Rückkehr beim Arbeitgeber zu beantragen. Einer Verlängerung der Elternzeit muss der Arbeitgeber zum Beispiel in solchen Fällen zustimmen, in denen die Aufteilung der Elternzeit zwischen den Eltern nicht wie geplant stattfinden kann. Beides kann von Arbeitgeber nur aus betrieblichen Gründen innerhalb von vier Wochen abgelehnt werden.

Bei Geburten ab dem 01.07.2015 gilt außerdem das neue Gesetz Elterngeld Plus. Weitere Infos unter diesem Link.


Verlängerungsmöglichkeiten bei wiss. Beschäftigten:


Wissenschaftliches Personal, das zur Qualifizierung nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) befristet beschäftigt ist, soll innerhalb einer vorgegebenen Zeit die angestrebte Qualifizierung zum Abschluss bringen. Verzögert sich aber beispielsweise die Arbeit an einer Promotion aufgrund von Elternzeit, so soll sich das nicht nachteilig auf die ursprünglich zur Verfügung stehende Zeit auswirken. Der Vertrag wird daher – nur auf Antrag – um diese Zeit verlängert.


Erfolgt während der Elternzeit keine Beschäftigung, so wird dieser Zeitraum im Einverständnis mit der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter vollständig an den befristeten Vertrag angehängt.
Wird während der Elternzeit in Teilzeit gearbeitet, wird der Arbeitsvertrag um den Anteil, der nicht gearbeitet wurde, verlängert. Maßgebend ist die im Arbeitsvertrag vereinbarte Arbeitszeit.


Hierzu ein Beispiel (Vollzeitstelle):
Eine Beschäftigte mit einer regulären Arbeitszeit von 100% geht für zwei Jahre in Elternzeit. Während der Elternzeit reduziert sie ihre Arbeitszeit auf 50%. In diesem Fall kann sie 50% der Elternzeit an die Befristungsdauer anhängen, somit also ein Jahr.
Würde sie auf 25% reduzieren, könnte sie um die nicht geleistete Arbeitszeit von 75% verlängern, also 1,5 Jahre.


Im WissZeitVG ist darüber hinaus eine Verlängerungsoption für wissenschaftliches Personal in der Qualifizierungsphase verankert, die über die höchstzulässige Beschäftigungsdauer von 12 Jahren hinausgeht. Als familienpolitische Komponente wollte man Eltern einen Nachteilsausgleich schaffen und hat die Möglichkeit der Vertragsverlängerung um zwei Jahre pro Kind vorgesehen.