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Dr. Günther Vedder, Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft

Aus welchem Anlass haben Sie das Pflege-Portal genutzt?

Ich arbeite noch nicht sehr lange an der Leibniz Universität Hannover und bin von der Uni-versität Trier nach Niedersachsen gewechselt. In meinem ersten Jahr an der LUH wurde uns als Familie klar, dass meine Mutter nicht mehr in ihrem Haus in Südhessen leben konnte. Wir suchten daher für sie nach einer sehr guten und gleichzeitig bezahlbaren stationären Pflegeeinrichtung in Hannover. Es war nicht leicht für uns Zugezogene, sich in dem großen Pflegeangebot vor Ort zu orientieren. Das Pflege-Portal bot für diese Konstellation optimale Basisinformationen an, die später durch Besuche von Einrichtungen und diverse persönliche Empfehlungen abgerundet wurden.

Was fanden Sie besonders hilfreich beim Pflege-Portal?

Zunächst einmal die Tatsache, dass man in kurzer Zeit einen guten Überblick bekommen konnte. Im Umkreis von 10 km wurden über 50 Anbieter mit einem Steckbrief vorgestellt. Man konnte sich anhand einer Landkarte orientieren, wo die Einrichtungen genau liegen und wie weit sie von der eigenen Wohnung entfernt sind. Sehr wichtig waren die Angaben zu den Kosten: Wie hoch lag jeweils der Preis für die Pflegestufe II und der aktuelle Eigenanteil? Und mit welchen besonderen Merkmalen konnten die unterschiedlichen Einrichtungen punkten (z.B. spezielle Demenz-Angebote, ruhige grüne Lage)? Anhand dieser Kriterien ließen sich die in Frage kommenden Pflegeeinrichtungen bereits deutlich eingrenzen. Sehr hilfreich war auch die Fülle an Informationen zu den Leistungen der Pflegeversicherung (z.B. Definition der Pflegebedürftigkeit), den rechtlichen Aspekten (z.B. Vollmachen und Verfügungen) oder auch der Bereich „Checklisten und Vorlagen“ (z.B. Widerspruch gegen Gutachten des medizinischen Dienstes der Krankenkassen).

Halten Sie unsere Angebote für Beschäftigte mit Pflegeaufgaben für sinnvoll und wo sehen Sie Verbesserungs- und Ergänzungsbedarfe?

Dass Arbeitgeber ihre Beschäftigten beim Thema Pflege nicht im Regen stehen lassen, halte ich für einen wichtigen Aspekt einer familienorientierten Personalpolitik. Wenn sich Pflege-konstellationen (wie in unserem Fall) sehr schnell zuspitzen und innerhalb kurzer Zeit eine Lösung gefunden werden muss, dann entlasten Angebote wir das Pflege-Portal wirklich sehr. Es geht häufig gar nicht darum, dass die Beschäftigten neben einer vollen Stelle auch noch die Pflege der Angehörigen komplett übernehmen. In vielen Fällen organisieren sie allerdings die Fremdversorgung und dabei können immer wieder Notfälle auftreten. Hier ist zeitliche Flexibilität enorm wichtig und jeder Tag Zusatzurlaub kann die Betroffenen deutlich entlasten. Ich hoffe sehr, dass dieses Angebot dauerhaft erhalten bleibt.